:POWEREDBY_broken.hearted:
no nutrition for neurotics

23.1.07 12:08


23.1.07 12:07


I just don´t want to fit in anywhere - so I try to fit in here

Selbstreferenzilität galore.
aus reiner langeweile - und da ich keine lust hatte, mich mit meinem eigentlichen forschungsthema zu beschäftigen, nachdem alles vorgenommene erledigt ist und der rest zu hause erledigt werden kann - habe ich mir mal angesehen, was die forschung den so zum thema pro-ed-sites auf lager hat, ausgehend von den links im wikipedia-artikel . mehr fragen als antworten.

pro-ed als subversives verhalten?
pro-ed als 3rd wave feminism?
ein versuch der anpassung an mediale und gesellschaftliche schönheitsideale (ist schon fast dasselbe) als unangepasst und feministisch? das ist so paradox, irgendwie gefällt mir der gedanke. das angepasste mit unangepassten mitteln erreichen. good girls can go to mcdonalds, ana´s girls can go everywhere.

nicht gefällt mir, dass immer nur von anorektischen frauen die rede ist. ja, frauen sind häufiger betroffen als männer - was wohl auch was über die gesellschaft aussagt, in der wir leben - aber es gibt eben auch essgestörte männer. und die gründe sind nicht so verschieden.

nun, ist meine Es subversiv? bin ich unangepasst? ich würds ja zu gerne glauben.
als ich mich dazu enschieden habe, kein liebes, süßes mädchen zu sein, war ich sieben. da wurde es mir bewusst, dass lieb und süß nicht meinem selbstbild entspricht. lieb und süß wurde zum synonym für wehr- und hirnlos. es war kein großartiges ereignis, lediglich eine schulaufführung, wir zweitklässler begrüßten die erstklässer, ich, das kleine püppchen mit den blonden korkenzieherlocken, sagte ein gedicht auf. nach der veranstaltung zog mich der junge, der den mädchen immer an den haaren zog, an den haaren. ich schubste ihn weg und sagte "laß das, du arsch". eine ältere frau bekam das mit und meinte: "dabei hat sie grade so süß ein gedicht aufgesagt. aber liebe mädchen sagen sowas nicht."
soso, liebe mädchen lassen also alles mit sich machen. liebe mädchen sind ja-sager. liebe mädchen zählen erbsen (oder waren´s linsen?) wenn sie´s gesagt bekommen und heiraten nachher einen prinzen. für den sie dann wahrscheinlich die wäsche waschen. die böden hässlichen schwestern bekommen die füße abgeschnitten. gerecht nenne ich das nicht.
bevor ich hülsenfrüchte zähle, bevor ich mich an den haaren ziehen lasse, bevor ich mein zimmer aufräume - bin ich lieber zickig. ich will gar keinen prinzen. ich weiß nicht, was ich will, aber es soll mir auch kein anderer sagen.

hat mit ana aber nicht viel zu tun.
das lässt sich eher so zusammenfassen: fett gewesen, mobbing, abgenommen, kein mobbing mehr. rein passt man trotzdem nie, nirgends.
vielleicht will man das aber auch gar nicht.
vielleicht will man einfach, in aller hybris, weiter daran glauben, etwas total besonderes zu sein.

ich sehe all die gesunden menschen um mich rum, die nichts von meiner ES wissen - aber ich weiß, dass ich andersbin, dass ich da etwas habe, das mich unterscheidet, das mich abhebt, heraushebt; doch das ist nur für mich, ganz allein.
gleichzeitig brauche ich das gefühl, eben NICHT allein mit meinen gedanken und emotionen zu sein.
paradox , oder?
22.12.06 10:39


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my bloody vanity

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